{"id":688,"date":"2020-02-13T19:01:14","date_gmt":"2020-02-13T18:01:14","guid":{"rendered":"http:\/\/tanterock.de\/?p=688"},"modified":"2020-02-14T05:11:04","modified_gmt":"2020-02-14T04:11:04","slug":"deutschland-polen-thailand-new-orleans","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tanterock.de\/?p=688","title":{"rendered":"Deutschland-Polen-Thailand-New Orleans &#8230;."},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"The Highwaymen - City of New Orleans (American Outlaws: Live at Nassau Coliseum, 1990)\" width=\"1200\" height=\"675\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/RnGJ3KJri1g?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Ok &#8211; das Video ist jetzt etwas verwirrend, aber genau dieses l\u00e4uft nebenan im Restaurant meiner Unterkunft seit ich hier bin in Heavy Rotation. Der Besitzer, ein Deutscher, scheint ein gro\u00dfer Country-Fan zu sein. Ist zwar jetzt nicht mein bevorzugter Soundtrack f\u00fcr Thailand, aber et is wie et is &#8230; <\/p>\n\n\n\n<p>Heute war ein wirklich glorioser Tag. Ich bin sehr fr\u00fch wach geworden (ok &#8211; nicht so glorios) und hab mir deswegen gem\u00fctlich den Sonnenaufgang gegeben. Dann habe ich mich auf die Suche nach einem Boot gemacht, denn ich wollte mir unbedingt noch die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Phraya-Nakhon-H\u00f6hle\">Phraya Nakhon H\u00f6hle<\/a> mit seinem Tempel ansehen. In der H\u00f6hle  steht ein kleiner Pavillon, der 1890 f\u00fcr K\u00f6nig Rama V erbaut wurde. Da die H\u00f6hle oben ein Loch hat, gibt es da ein wunderbares Lichtspiel &#8211; allerdings nur vormittags. Zu erreichen ist sie nur \u00fcber eine kleine Bucht, von der aus man noch einen ziemlich steilen Weg hoch und wieder runterkraxeln muss . Die Bucht selber kann man auch zu Fu\u00df erreichen, aber von meinem Hotel aus w\u00e4ren das mal locker 2 Stunden Fu\u00dfweg gewesen. \u00dcberall im Internet stand, dass man von einem Longtailboot (das sind kleine Botte mit so einer Art Rasenm\u00e4her-Propeller an einem langen Stab, der ins Wasser gesteckt wird und so das Boot antreibt und lenkt) dorthin gebracht werden kann &#8211; f\u00fcr ca. 200 Baht (das sind immerhin stolze 6 \u20ac). Doch irgendwie gab es an meinem Strand sowas nicht. Daf\u00fcr aber im Meer badende K\u00fche. Hab ich bisher auch noch nie gesehen und fand es sehr spannend. Vor allem schien es allen bis auf einer auch Spa\u00df zu machen. Und die Wasserscheue durfte dann auch am Ufer bleiben. Aber Boote gab es keine. Ich habe dann eine &#8222;Touri-Info&#8220; gefunden, die mir die fr\u00f6hliche Mitteilung machte, ich k\u00f6nne ein Boot mieten &#8211; f\u00fcr 1.200 Baht (also ungef\u00e4hr 36 \u20ac!). Das sprengte mein eh schon schmales Budget komplett und ich k\u00e4mpfte mit der Wahl zwischen 2 Stunden laufen oder die H\u00f6hle sausen lassen. Dann habe ich aber mitbekommen, dass au\u00dfer mir noch andere Menschen dort rumlungerten. Die hatten wohl ein Boot gemietet. Ich habe dann einfach mal ganz vorsichtig gefragt, wo sie denn hinwollen und bekam sofort das Angebot, dass ich gern mitfahren kann. So habe ich die \u00fcberaus nette Familie Nimsz aus Polen kennengelernt. <\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe mich dann mit 240 Baht an der Tour beteiligt und unser Kapit\u00e4n hat uns erst zu Monkey Island gefahren, wo es keinen Gybrush Threepwood gab, aber jede Menger Affen, die grimmig geguckt haben und einen Mann, der uns die Tickets f\u00fcr den Nationalpark verkauft hat (das h\u00e4tten wir auch direkt am Strand vor der H\u00f6hle machen k\u00f6nnen, aber er wollte wohl seinem Kumpel einen Gefallen tun &#8211; und so haben wir wenigstens einen Blick auf die Insel mit ihren legend\u00e4ren biestigen Affen werfen k\u00f6nnen. Der Strand, an dem wir dann gelandet sind, war wirklich wie aus einer Barcadi-Werbung, strahlend wei\u00dfer Sand, t\u00fcrkisfarbenes Wasser &#8211; da war mein &#8222;Hausstrand&#8220; aber wie DDR 1885 dagegen &#8230; Doch wir wollten ja rechtzeitig in die H\u00f6hle und haben uns daher direkt an den steilen Aufstieg gemacht. Kurz davor haben uns noch ein paar Affen aufgelauert, und vor allem einer hat sich wirklich genauso benommen wie ein schwer pubertierender Halbstarker, der versucht, einen auf dicken Max zu machen, um die Passanten zu erschrecken. Dann wurde mir mal wieder best\u00e4tigt, dass Thais Serpentinen f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger f\u00fcr absolut unn\u00f6tig halten. Wozu so eine Weichei-Variante, wenn man doch einfach geradeaus den Berg hochlaufen kann. Eine Steigung von 140 Grad? Pillepalle! (Ok, vielleicht etwas \u00fcbertrieben, vielleicht aber auch nicht). Zum Gl\u00fcck war ich ja aus Chiang Mai Kummer gewohnt und bin recht z\u00fcgig, wenn auch schwei\u00dfgebadet, oben angekommen, um mich dann in den ebenso steilen Weg nach unten in die H\u00f6hle zu st\u00fcrzen. <\/p>\n\n\n\n<p>Schon der &#8222;Frozen Waterfall&#8220; (oder so) war toll &#8211; Stalagtiten, die wirklich so aussahen, als ein ein Wasserfall im Flu\u00df erstarrt. durch eine ebenfalls offene H\u00f6hle mit B\u00e4umen bin ich dann endlich in die ber\u00fchmte H\u00f6hle mit dem Pavillion gekommen. Und es war einfach atemberaubend! Ich lasse da die Bilder f\u00fcr sich sprechen, wobei es in echt noch tausendmal toller war. In einer Ecke gab es noch einen kleinen Altar und au\u00dferdem haben Rama V, VI und !X (das war der letztlich verstorbene Bhumibol) sich mit ihrer Unterschrift verewigt haben. K\u00f6nigliches Graffiti sozusagen. Ich hab mich etwas im Anstarren und Knipsen des Tempels verloren und hab dadurch meine polnische Familie verloren und nicht wiedergefunden. Ich sah mich schon einsam zur\u00fcckgelassen (der katastrophale Grenz\u00fcberschritt in Kambodscha hat wirklich seine Spuren hinterlassen)  und hab mich hurtig auf den R\u00fcckweg gemacht. Wieder am Strand hab ich erstmal weder das Boot noch die Menschen gefunden und wurde doch ein wenig nerv\u00f6s. Aber gar nicht lange darauf gab es dann ein euphorisches Wiedersehen und erstmal eine sch\u00f6ne k\u00fchle Kokosnuss, bevor wir dann wieder zur\u00fcck zu unserem Strand gefahren sind. Es war wirklich ein zauberhafter Ausflug mit diesen mir bis dato v\u00f6llig fremden Menschen und ich habe mich sehr wohl gef\u00fchlt. Und wir haben uns gegenseitig versprochen, uns unsere Heimatst\u00e4dte zu zeigen, wenn es uns dorthin verschl\u00e4gt! <\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin dann \u00fcber den Strand, der \u00fcber und \u00fcber voller winziger Krebse war, die sich panisch vor mir in Sicherheit gebracht haben, zu meinem Resort zur\u00fcck und habe mir dort ein kleines blaues Fahrrad geliehen. Damit bin ich den Strand in die andere Richtung abgeradelt. Gestern hab ich das ganze zu Fu\u00df (da waren alle R\u00e4der weg) in die andere Richtung gemacht, was zu einem etwas gr\u00f6\u00dferen Gewaltmarsch ausgeartet ist. Wirklich witzig: Hier ist absolut nichts los, es gibt keinen richtigen Ort, nur Hotels und ein paar Restaurants verteilt auf diverse Kilometer &#8211; aber es hat fast die ganze Bucht entlang einen sehr h\u00fcbschen Fahrradstreifen! Am Ende der Bucht bin ich dann noch kurz ins Hinterland ausgebrochen, habe einen Tempel besichtigt und nachdem mich diverse Autos angehupt haben, eingesehen, dass es als Radfahrer auf einer Schnellstra\u00dfe vielleicht doch nicht so cool ist und bin wieder an die K\u00fcste zur\u00fcck. Langsam taten mir dann aber auch die Beine weh und ich habe mir an einem h\u00fcbschen Resort mit Schaukel-Bank noch eine Kokosnuss geg\u00f6nnt (ich hab ja nicht mehr viel Zeit, da muss ich mein Kokosnuss-Konto f\u00fcllen!), bevor ich dann endlich wieder daheim aufgeschlagen bin. Und netterweise braucht ich noch nicht mal Miete zahlen, weil ich das Rad nur f\u00fcr ein paar Stunden benutzt habe. Nat\u00fcrlich bin ich auch noch mal im Wasser gewesen &#8211; schlie\u00dflich wird es wahrscheinlich seeeehr lange dauern, bevor ich das n\u00e4chste mal in den Genuss kommen werde, in dem badewannenwarmen Wasser des Golfs von Thailand zu plantschen &#8230; Mit einem Abendessen am Strand habe ich mich dann verabschiedet &#8211; denn morgen fr\u00fch geht es zur\u00fcck nach Bangkok. Und bei meinem letzten Gin Tonic in meinem Blue Beach Resort habe ich dann zum x-ten Mal &#8222;Good Morning America&#8220; geh\u00f6rt und bin fast melancholisch geworden &#8230; (Mit dem Hochladen der Bilder klappt es gerade nicht, sorry).<\/p>\n\n\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" width=\"355\" height=\"1024\" src=\"http:\/\/tanterock.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/img_5434-355x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-695\" srcset=\"https:\/\/tanterock.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/img_5434-355x1024.jpg 355w, https:\/\/tanterock.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/img_5434-104x300.jpg 104w, https:\/\/tanterock.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/img_5434-768x2218.jpg 768w, https:\/\/tanterock.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/img_5434-532x1536.jpg 532w, https:\/\/tanterock.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/img_5434-709x2048.jpg 709w\" sizes=\"(max-width: 355px) 100vw, 355px\" \/><figcaption>Episch<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ok &#8211; das Video ist jetzt etwas verwirrend, aber genau dieses l\u00e4uft nebenan im Restaurant meiner Unterkunft seit ich hier bin in Heavy Rotation. 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