16. Juni 2024

Anleitung zum Unglücklichsein – Paul Watzlawick ist tot

Vorhin habe ich gelesen, dass Paul Watzlawick am 31. März gestorben ist. Ich bin ein großer Fan seiner Bücher, allen voran sein bekanntestes „Anleitung zum Unglücklichsein“ ist quasi meine Bibel. Watzlawick versteht es, Psychologie und Lebensweisheit mit Humor und Ironie aufzupeppen und gibt in diesem Buch wirklich Tipps, wie man es am besten anstellt, um anständig und lebenslang unglücklich zu sein. Dazu gehören zum Beispiel die „Vier Spiele mit der Vergangenheit“, in der auch Frau Lot eine tragende Rolle spielt (Immer schön zurückschauen, bloß nicht nach vorn!). Ich liebe auch die Geschichte des Mannes, der sich einen Hammer ausleihen will und die Ausführungen zu der Aufforderung „Sei spontan!“ (denkt da mal kurz drüber nach..). Eigentlich ist jedes Kapitel dieses Buches ein Kleinod und ich möchte behaupten, dass jeder, der dieses Buch mit offenem Sinn; Humor und klarem Verstand liest, ein wenig gelassener durchs Leben geht. Denn Watzlawick zeigt ganz schnell und lässig (und vor allem auch ohne langweiligen Fachvortrags-Jargon“, wie schnell man sich selbst das Leben schwer macht…. Ich nehme es immer mal wieder zur Hand, denn leider lasse ich mich viel zu leicht vom Alltag überrennen …
Auch seine anderen Bücher, wie „Münchnhausens Zopf“, „Wie wirklich ist die Wirklichkeit“ oder „Vom Schlechten des Guten oder Hekates Lösungen“, sind wahnsinnig interessant (alle habe ich leider noch nicht gelesen).
Ich werde mir jetzt jedenfalls gleich einmal wieder die „Anleitung zum Unglücklichsein“ durchlesen…
Darin kommt übrigens auch der Mann vor, der alle zehn Sekunden in die Hände klatscht. Auf die Frage, warum er das mache, erklärt er: „Um die Elefanten zu verscheuchen.“ – „Elefanten? Aber es sind doch hier gar keine Elefanten?“ Darauf er: „Na, also! Sehen Sie?“….

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