GAEHN!
Bin gerade (7 Uhr Ortszeit) in Hanoi aufgeschlagen und warte im Sinh-Cafe jetzt darauf, mir ein Zimmer ansehen zu koennen (7 $ inkl. Fruehstueck und Internet – da werde ich doch mal nen Blick draufwerfen).
Das war wieder eine lustige Nachtfahrt. Ich war wieder einmal die einzige Touristin im Bus (die Open Bus-Touren werden naemlich auch von den Einheimischen gern genutzt weil guenstig und zuverlaessig). Unter den vielen Mitfahrern (der Bus war proppevoll – am 28. beginnt das Tet-Fest (das ist das vietnamesische Neujahrsfest) das wirft seine Schatten voraus) waren auch rund ein Duzend junge Moenche und Moenchinnen (Nonne passt da irgendwie nicht) in braunen Kutten (ein paar hatten auch so Muetzen auf, wie du sie haben willst, Deti – ich war ja schon versucht, ihnen die nachts einfach vom Kopf zu klauen, aber sowas ist ja gemein…). Soweit ich ja weiss, duerfen Moenche nix anderes besitzen als ihre Kutte und eine Reisschale – dafuer hatten die aber ganz schoen viel Gepaeck! Das Beladen des Busses hat gut eine halbe Stunde gedauert…
Ich habe mir jedenfalls gleich einen Fensterplatz gesichert. Und hier meine Erkenntnis fuer alle, die jemals eine Nachtbusfahrt machen muessen oder wollen:
1. Fensterplatz ist gut, da kann man sich anlehnen. (habe ich richtig gemach)
2. Nicht ganz vorne, da kann man die Fuesse nicht ausstrecken (hab ich richtig gemacht)
3. Rechte Seite ist besser, da blenden nicht die Scheinwerfer der entgegenkommenden Autos (habe ich falsch gemacht)
4. Und immer den Platz am vorderen Teil eines Fensters nehmen – hinten ist der Knopf fuer das Schiebefenster, der drueckt ganz doof am Kopf, wenn man sich anlehnt (siehe Punkt 1 – und ja, eigene, neu gewonnene Erfahrung…)

Jedenfalls habe ich wieder gut geschlafen (trotz des Mannes, der immer so komische Atemgerauesche gemacht hat, als wenn er sich gerade schrecklich erschrecken wuerde… (vielleicht war es ja auch der Busfahrer und er hatte Grund fuer diese Geraeusche))und habe es noch nicht mal gemerkt, dass die pausbaeckige Vietnamesin neben mir irgendwann nachts verschwunden ist. Ploetzlich sass da ein kleines Moenchlein neben mir und uebergab sich hoeflich in eine Plastiktuete.
Lustig war auch die Pause, wo ich mit in die Kueche gehen musste, um was zu essen zu bekommen, weil ich mich nicht verstaendigen konnte…
Soviel also erst einmal von mir. Jetzt gucke ich mir mal das Zimmer an.
Bis spaeter!!!!